25. Göttinger Figurentheatertage


"Träumerei mit Schmidt und Geige" von Johanna Pätzold

In der Zeit vom 06. bis 20.02.2010 finden zum 25. Mal die Göttinger Figurentheatertage statt. Dieses besondere Festival ist seit 25 Jahren fester Bestandteil des Kulturlebens dieser Stadt und weit über die Region hinaus bekannt geworden. Inzwischen ist es eine Tradition im Februar die „Puppen tanzen zu lassen“ und über 5.000 Besucher/innen kommen in jedem Jahr und erfreuen sich an den Darbietungen. Kindergärten und Schulklassen, aber auch Familien und Erwachsene nutzen das Angebot.
Vom Veranstalter, dem Fachdienst Kultur der Stadt Göttingen, sind 15 renommierte Bühnen aus Deutschland eingeladen, die in 32 Aufführungen Kindern und Erwachsenen die Vielfalt dieser besonderen Theaterform zeigen werden.

Das Spektrum der Aufführungen reicht wieder vom Finger- und Handpuppentheater über Stabpuppen- und Marionettenaufführungen bis hin zu Masken-, Musiktheater und Schauspiel und spiegelt die große Bandbreite des Figuren- und Objekttheaters wieder.

Zum 25. jährigen Jubiläum gibt es einige Besonderheiten auf dem Festival. Neben einer gesonderten Jubiläumsveranstaltung, der Langen Figurentheater Nacht, wird es ein Wiedersehen mit Inszenierungen geben, die schon mit viel Erfolg auf dem Festival zu sehen waren. Normalerweise werden Wiederholungen vermieden, aber häufige Nachfragen erlauben bei diesem Anlass einen Rückblick auf „Evergreens“ des Figurentheaters.
In diesem Jahr gibt es für die Zuschauer/innen auch die Möglichkeit ihren Publikumsliebling zu wählen. Ein einfaches Wahlverfahren ermöglicht es, ein direktes Votum abzugeben. Für die gastspielenden Theater ist eine solche Publikumsauszeichnung sehr wertvoll.
Und wenn Sie aufmerksam durch die Innenstadt gehen, werden Sie in vielen Fenstern des Einzelhandels ab Februar mit einer Ausstellung für Figurentheater auf das Festival aufmerksam gemacht.

Das Festival beginnt mit der Inszenierung: „Rigoletto“, von den Kobalt Figurentheater aus Lübeck. Schon im Jahr 2000 hat diese Oper mit charakteristischen großen Holzfiguren das Göttinger Publikum begeistert. Zu sehen ist sie am 06.02.2010 ab 20.30 Uhr im Alten Rathaus.

Am 12.02.2010 gibt es dann ein weiteres Wiedersehen mit alten Bekannten. Das Hohenloher Figurentheater, häufiger und gern gesehener Gast auf dem Göttinger Festival, zeigt auf vielfachen Wunsch noch einmal „Den Besuch der alten Dame“. Diese tragische Komödie nach Friedrich Dürrenmatt beschäftigt sich mit den, nach wie vor brandaktuellen, Themen Ethik und Moral.

Zu Jubiläum darf eine Jubiläumsveranstaltung natürlich nicht fehlen. Die Lange Theater Nacht am 13.02.2010 läd ein zu zwei besonderen Inszenierungen und kulinarischen Leckereien aus dem Restaurant „Gauss“. Zu sehen ist Lutz Großmanns tollkühnes Handpuppenspiel „Kasper tot. Schluss mit lustig?“. Eine Geschichte auf der Grenze zwischen Leben und Tod mit tiefgründig-schwarzem Humor. Nach einer Pause, in der man sich mit Häppchen der ARD-Buffet-Köchin Jaqueline Armifallah stärken kann, zeigt das Theater auf der Zitadelle das Grimmsche Märchen „Das tapfere Schneiderlein“ in einer Version, die für Erwachsene großartig funktioniert. Bereichert wird diese Inszenierung mit Live-Musik. Eine Figurentheaternacht, die Sie nicht verpassen sollten – das Kartenkontingent ist begrenzt.

Wieder dabei die Rubrik Junge Talente am 14.02.2010. Diesmal sind Studentinnen der Hochschule für Darstellende Kunst aus Stuttgart zu Gast im Jungen Theater. Sie präsentieren die Zwischen- und Abschlussprüfungen „Träumerei mit Schmidt und Geige“ und „Kleine Prozesse“. Diese studentischen Inszenierungen changieren zwischen heiterer Melancholie und Frontalangriff auf die Lachmuskeln.

Auch 2010 sind die Figurentheatertage wieder zu Gast im GDA-Wohnstift. Aus Northeim kommt das Theater der Nacht mit der Inszenierung „Der Hexenjäger“. Eine Jagd durch die Nacht mit handgeführten Tischfiguren für alle ab 10 Jahren (18.02.2010 ab 19.00 Uhr).

Im weiteren Abendprogramm zeigt das Theatrium Figurentheater aus Bremen am Freitag, 19.02.2010, im Alten Rathaus „Im Schatten einer Diva“ nach den Memoiren von Maria Riva, Tochter von Marlene Dietrich. Schauspiel, Figurentheater, Schattenspiel, Objekte und Musik erwarten Sie an diesem Abend.

In seinem Roman die „Buddenbrooks“ beschreibt Thomas Mann den Aufstieg und Fall einer Kaufmannsfamilie. Das Puppentheater Halle hat diesen Stoff als grandiose Verknüpfung von Schau- und Puppenspiel mit lebensgroßen Figuren auf die Bühne gebracht. Zu sehen als Abschlussveranstaltung im großen Haus des Deutschen Theaters am Samstag, den 20.02.2010 ab 19.30 Uhr.


Das Kinderprogramm
startet märchenhaft. In Kooperation mit dem Göttinger Märchenland e.V. zeigt das Kobalt Figurentheater das Marionettenstück „Dornröschen“ (07.02.10, 15.00 Uhr und 08.02.10 um 10.00 Uhr im Alten Rathaus) für alle ab 5 Jahren. Das Figurentheater Seiler zeigt das musikalische Märchen „Peter und der Wolf“ (09.02.10, 10.00 und 16.00 Uhr, Lumière, ab 4 Jahre).

Wieder mal zu Gast auf dem Festival ist das Göttinger Buchfink-Theater. In der Geschichte um „Elisa Bib“ (10.02.10, 10.00 und 16.00 Uhr, Lumière, ab 4 Jahre) geht es um ein Igelmädchen ganz ohne Stacheln, aber mit viel Gefühl und das Hohenloher Figurentheater läd mit „Schaft Ahoi“ (12.02.10, 10.00 und 16.00 Uhr, Lumière, ab 4 Jahre) zu einer ganz besonderen Bootspartie ein.

Weiterhin zeigt das Theater auf der Zitadelle aus Berlin gleich drei Stücke für Kinder. Die Geschichten von Teddys und anderen Bären „Wo ist mein Bär?“ ist im Lumiere zu sehen (12.02.10, 10.00 und 16.00 Uhr, ab 3 Jahre). Weiter geht es mit „Großvater und den Wölfen“, einer rührend-komischen Geschichte über drei mutige Enkel (13.02.10, 15.00 Uhr, Lumiere, ab 5 Jahren) und am 14.02.10 gibt es ein Wiedersehen mit dem „Tapferen Schneiderlein“. Eine großartige Inszenierung die noch einmal zum Jubiläum in Göttingen gastiert (15.00 Uhr im Alten Rathaus, ab 5 Jahren).

Das Puppentheater Funke ist zum ersten Mal auf dem Festival zu Gast. In „Einfach weggeworfen“ wird die abenteuerliche Reise einer Kasperlepuppe erzählt (15.02.10, 10.00 und 16.00 Uhr, Lumiere, ab 4 Jahren). Als Farbpuppenspiel bringt das Figurentheater Heinrich Heimlich die Schwierigkeiten der kleinen Maus „Frederik“ auf die Bühne (16.02.10, 10.00 und 16.00 Uhr, Lumiére, ab 3 Jahren). „Der kleine Wassermann“ von Otfried Preußler taucht am 17.02.2010 im Lumiere auf. Die Puppenspielerei aus Wassertrüdigen hat diese Geschichte als Marionettenspiel inszeniert (10.00 und 16.00 Uhr, Lumiére, ab 5 Jahren).

Und am 18.02.10 startet ein Feuerwerk! „Pettersson und Findus“ werden damit einen Fuchs in die Flucht schlagen. Die lustige Geschichte wird erzählt vom Theaterium Figurentheatern aus Bremen, das schon oft mit ihren Inszenierungen Groß und Klein begeistert haben. (10.00 und 16.00 Uhr, Lumière, ab 4 Jahre) Zu guter Letzt ist wieder einmal das Chaussée Theater zu Gast in Göttingen. Neu dabei die lustige Wilhelm Busch Geschichte von „Plisch und Plum“, zwei frechen Hunden und ihren noch frechern Besitzern (19.02.10, 10.00 und 16.00 Uhr, Lumiére, ab 4 Jahren). Wieder mitgebracht haben sie „Die tolle olle Minna“, ein Spaß für die ganze Familie und oftmals nachgefragt in Göttingen (20.02.10, 15.00 Uhr, Lumiére, ab 4 Jahren).

Für die Presse gibt es einen Download-Bereich für Bildmaterialien auf der homepage www.figurentheater.goettingen.de

Programmhefte und Plakate sind erhältlich beim Fachdienst Kultur der Stadt Göttingen sowie in den Vorverkaufsstellen und vielen Kultureinrichtungen.

Kartenvorverkauf beginnt am 14.12.2009
für alle Veranstaltungen im Alten Rathaus, Lumiere und GDA-Wohnstift:
Tourist-Information Göttingen, Altes Rathaus, Markt 9, Tel 0551 / 499 80 31

Theaterkasse Junges Theater: Aufführung „Träumerei mit Schmidt und Geige“ und „Kleine Prozesse“ am 14.02.2010

Theaterkasse Deutsches Theater: Aufführung „Buddenbrooks“ am 20.02.2010

Für Kindergärten und Schulklassen ist eine Vorbestellung im Fachdienst Kultur, Frau Mielke, Tel. 0551 / 4002475 erforderlich.
(08.12.2009)