Satzung

SATZUNG
(nach Beschluß der 25. Mitgliederversammlung vom 4. 1. 1993)

§1 Name und Sitz
Der Verein führt den Namen "Verband Deutscher Puppentheater e. V.".
Der Sitz des Vereins ist Göttingen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§2 Zweck des Vereins
Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts 'Steuerbegünstigte Zwecke' der Abgabenordnung. Zweck des Vereins ist die Förderung von Bildung und Erziehung mit den Mitteln des Puppen- /Figurentheaters. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch:

1) die gemeinsame Verwirklichung der kulturellen und sozialpädagogischen Aufgaben des deutschen Berufspuppenspiels;

2) die Erhaltung, Festigung und Fortentwicklung des deutschen Figurentheaters in all seinen traditionellen und zeitgenössischen Ausdrucksformen;

3) die fachliche, rechtliche, kulturpolitische und soziale Vertretung der beruflichen Interessen seiner Mitglieder;

4) die Förderung von Aus-, Weiter- und Fortbildung des Berufsstandes;

5) die Förderung der Zusammenarbeit und künstlerischen Beratung der Mitglieder untereinander;

6) die Förderung der nationalen und internationalen Zusammenarbeit mit gleichrangigen Künstlerverbänden und -Organisationen.

§3 Gemeinnützigkeit
Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Interessen. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungmäßige Zwecke verwendet werden. Insbesondere sind alle Einnahmen und Überschüsse restlos den gemeinnützigen Zwecken des Vereins zuzuführen.
Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Sie erhalten bei Auflösung des Vereins oder bei ihrem Ausscheiden nicht mehr als den gemeinsamen Sachwert ihrer geleisteten Sacheinlagen zurück. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
Der Verein ist berechtigt, zur Verwirklichung seiner Ziele Angestellte zu beschäftigen.
Mitgliedsbeiträge werden erhoben. Über Höhe und Fälligkeit entscheidet die Mitgliederversammlung.

§4 Mitgliedschaft
1) Ordentliches Mitglied kann jedes Theater (mit eigener Rechtsform) oder jeder Inhaber/jede Inhaberin werden, das, der, oder die

a) bereit ist, sich für die Ziele des Vereins einzusetzen
b) die Satzung des Vereins anerkennt und regelmäßig Beiträge entrichtet
c) Figurentheater auf beruflicher Basis betreibt.

Besteht die Inhaberschaft eines Theaters aus einer Personenmehrheit, ist die Personenmehrheit Mitglied mit der Folge, daß nur ein Beitrag zu entrichten ist und in allen Vereinsgremien nur mit einer Stimme gestimmt werden darf. Zu Beginn der Mitgliedschaft teilt das Mitglied dem Vorstand schriftlich mit, welche Person das Stimmrecht bis auf Widerruf ausüben darf. Es können bis zu zwei Stellvertreter zusätzlich benannt werden. Natürliche und juristische Mitgliedschaft eines Theaters gleichzeitig ist nicht möglich.

2) Studentisches Mitglied können Studierende des Studiengangs 'Figurentheater' an einer staatlichen Hochschule werden. Die studentische Mitgliedschaft wird bei eigener Bühnengründung zur ordentlichen Mitgliedschaft. Nach Beendigung des Studiums ohne Theatergründung erlischt die Mitgliedschaft. Studentische Mitglieder besitzen kein Stimmrecht und zahlen einen ermäßigten Beitrag in Höhe von 10 % des regulären Mitgliedsbeitrages.

3) Zu außerordentlichen Mitgliedern können vom Vorstand Personen ernannt werden, die sich um die Förderung des Ansehens der Kunstsparte 'Figurentheater' in besonderer Weise verdient gemacht haben. Außerordentliche Mitglieder haben kein Stimmrecht.
Über die Aufnahme von Mitgliedern entscheidet der Vorstand. Voraussetzung ist der schriftlich eingereichte Aufnahmeantrag. Bei Ablehnung der Aufnahme des Antragstellers entscheidet auf Antrag die einfache Mehrheit der Mitgliederversammlung. Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, Auflösung des Theaters, Austritt oder Ausschluß. Der Austritt kann nur zum Ende eines Kalenderjahres erklärt werden. Die Austrittserklärung wird wirksam, wenn sie dem Vorstand mittels eingeschriebenem Brief spätestens 3 Monate vor Ende des Kalenderjahres zugeht.
Der Ausschluß eines Mitglieds kann vom Vorstand ausgesprochen werden, wenn das Mitglied gegen die Vereinsinteressen verstoßen und/oder den Verein geschädigt hat. Das vom Vorstand ausgeschlossene Mitglied kann innerhalb eines Monats mittels eingeschriebenem Brief Einspruch erheben. Im Falle eines Einspruchs entscheidet die nächste Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit.

§5 Organe des Vereins
Organe des Vereins sind
1) der Vorstand
2) die Mitgliederversammlung.

§6 Der Vorstand
Der Vorstand des Vereins besteht aus einem Vorsitzenden, einem Geschäftsführer und einem Beisitzer. Sowohl der Vorsitzende als auch der Geschäftsführer sind jeweils alleine berechtigt, den Verein gerichtlich und außergerichtlich im Sinne des § 26 BGB zu vertreten.

§7 Mitgliederversammlung
Mindestens einmal im Jahr findet eine ordentliche Mitgliederversammlung statt. Ihr obliegt vor allem die Entgegennahme des Jahresberichts und der Jahresabrechnung des Vorstands, die Wahl der Vorstandsmitglieder, die Festsetzung des Jahresbeitrags der Mitglieder, die Beschlußfassung über Satzungsänderungen und die Auflösung des Vereins. Der Termin der Mitgliederversammlung wird jeweils von der vorhergehenden Versammlung festgesetzt.
Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind zu berufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder die Berufung von einem Drittel sämtlicher Vereinsmitglieder schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe vom Vorstand verlangt wird. Die Mitgliederversammlung ist vom Vorstand schriftlich unter Angabe der Tagesordnung und unter Einhaltung einer Frist von vier Wochen einzuberufen. Die Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, wenn mindestens ein Viertel der Mitglieder anwesend oder vertreten ist. Jedes Mitglied kann nur bis zu zwei andere Mitglieder vertreten. Die Vertretungsvollmacht muß schriftlich erteilt und der Versammlung vorgelegt werden.
Bei Beschlußunfähigkeit ist der Vorstand verpflichtet, binnen vier Wochen eine zweite Versammlung mit derselben Tagesordnung einzuberufen. Diese zweite Versammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen beschlußfähig. In der Einladung zu der zweiten Versammlung ist auf diese unbedingte Beschlußfähigkeit hinzuweisen.
Die Mitgliederversammlungen fassen ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der Erschienenen und der durch sie Vertretenen. Über Satzungsänderungen und die Auflösung des Vereins darf nur geheim und mit einer Stimmenmehrheit von zwei Dritteln der erschienenen und der durch sie vertretenen Mitglieder entschieden werden. Stimmenthaltungen gelten in diesem Falle als Zustimmung.

§8 Beurkundung der Beschlüsse
Das Protokoll der Mitgliederversammlung ist vom dem jeweiligen Versammlungsleiter und Protokollführer der Sitzung zu unterzeichnen und allen Mitgliedern zuzuleiten.

§9 Auflösung und Anfallberechtigung
Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung mit der in §7 festgelegten Stimmenmehrheit beschlossen werden. Sofern die Mitgliederversammlung nicht besondere Liquidatoren bestellt, werden der Vorsitzende und der Stellvertreter gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren. Die Liquidatoren haben die laufenden Geschäfte abzuwickeln und das vorhandene Vereinsinventar in Geld umzusetzen.
Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an die "Union Internationale de la Marionnette - Zentrum BRD e.V.“

Der "Verein Deutscher Puppentheater e. V." ist am 12. September 1968 unter der Nr. VR 15 34 erstmals in das Vereinsregister beim Amtsgericht Bielefeld eingetragen worden.